Der Vorleser

Postbeschwerde

02.10.1926 – 30.12.1926
Wien

[63.] Während Karl Kraus' juristischer Auseinandersetzung mit Anton Kuh gingen postalische Sendungen von Kraus verloren. Zudem trug das Kuvert einer eingeschrieben aufgegebenen Sendung der Fotografen Joel/Heinzelmann aus Berlin an Kraus die Aufschrift "Herzlichst grüßt Anton Kuh". Kraus und Samek erstatteten deswegen Disziplinaranzeige bei der Post- und Telegraphendirektion: "Herr Anton Kuh wohnt im Hotel Beatrix in Wien III. Beatrixgasse 1. Das zuständige Postamt 40 ist sowohl das Postamt für Sendungen an mich als auch an Herrn Anton Kuh.

Postbeschwerde

01.12.1926 – 05.02.1927
Wien

[64.] Ein von Karl Kraus eingeschrieben aufgegebenes Widmungsexemplar der "Unüberwindlichen" war als unzustellbar an die Post zurückgekommen. Diese stellte das Buch jedoch nicht an den Absender zurück, sondern versteigerte es noch vor Ablauf der gesetzlichen Frist um 6,02 Schilling.

Postbeschwerde

05.08.1929
Wien

[135.] Der Sachverhalt ist aus dem Akt nicht klar ersichtlich.

Telefonbeschwerde

14.07.1931 – 01.10.1931
Wien

[163.] Als Karl Kraus am 8. Juli 1931 abends ein Telegramm aufgeben wollte, wurde er zuerst acht Minuten in der Leitung hängen gelassen, dann wurde ihm die Verbindung mit einer Beschwerdeinstanz verweigert und schließlich ließ ihn diese Beschwerdeinstanz seine Beschwerde nicht vorbringen – ihm wurde allerdings erklärt, dass ihm der Weg einer schriftlichen Beschwerde offenstehe.