Materialsammlungen

Materialsammlungen

Abseits der Strafanzeigen, Privatanklagen und anderer Schriftsätze beinhaltet die Sammlung Prozessakten Oskar Samek / Karl Kraus (ZPH 1545) auch umfangreiche Materialsammlungen, die zur Vorbereitung von Klagen dienten.

Die umfangreichste Sammlung ist jene zu Emmerich Békessy, die insgesamt 27 Akte umfasst - sieben davon dokumentieren den Fall Gustav Stolper / Walther Federn (Der Österreichische Volkswirt) gegen Békessy, der Karl Kraus' eigenen rechtlichen Schritten gegen den Herausgeber der Stunde vorausging.

Sammlungen legte Oskar Samek auch in den Prozessen gegen Anton Kuh, gegen Paul Amadeus Pisk, gegen Alfred Kerr und gegen das Neue Wiener Journal an. Eine weitere Materialsammlung, die aber keinem größeren Prozess angehört, wurde in dem Akt "Karl Kraus ca. Schumy" angelegt.

Private Korrespondenzen

Zunehmend erledigte Samek für Karl Kraus auch administrative und private Aufgaben, die nicht gerichtsanhängig wurden. Dazu gehörte etwa die Verwaltung von Kraus' Vermögen, die Erledigung einiger Korrespondenzen sowie die Auseinandersetzung mit (manchmal schwierigen) Ansprüchen von Verehrern und Verehrerinnen an Kraus - wie etwa von Hans Loewe, Richard Flatter, Grete David, Margarethe Minkus-Benesch oder Martin Schärf. Auch Korrespondenzen um den geplanten Verkauf von Kraus-Briefen oder um die Herausgabe von Altenberg-Briefen wurden aufbewahrt, um zu einem späteren Zeitpunkt eventuell rechtliche Schritte setzen zu können. Nicht zuletzt archivierte Samek auch seine eigene Korrespondenz mit Kraus.