Der Vorleser

Karl Kraus ca. Neues Wiener Journal
[1.] Karl Kraus und sein Anwalt Oskar Samek forderten die Richtigstellung einiger falscher Ankündigungen zu einer angeblich geplanten Inszenierung von "Die letzte Nacht" durch die Renaissance-Bühne in Wien in einer Meldung des Neuen Wiener Journals. Die Berichtigung erschien in Form einer Zuschrift.

Karl Kraus ca. Die Stunde
[97.] Kraus und Samek forderten die Berichtigung einer falschen Darstellung in einem Artikel der Stunde. Darin wurde behauptet, dass in dem Stück "Rasputin" auf der Piscator-Bühne zwei Reden aus "Die letzten Tage der Menschheit" verwendet worden seien. Die Berichtigung erschien am 1. Dezember 1927.

Karl Kraus ca. Völkischer Beobachter (München)
[99.] Die Bayernausgabe des Völkischen Beobachters griff Kraus' "Traumstück" als "eine einzige fortgesetzte Verhöhnung frontsoldatischen Geistes" an und beleidigte auch Karl Kraus selbst als "Wiener Judenliteraten".

Karl Kraus ca. Th. Knaur Nachf. Verlag (Berlin)
[142.] Der Th. Knaur Nachf. Verlag (Berlin) war wiederholt an Karl Kraus herangetreten, da er "Die letzten Tage der Menschheit" verlegen wollte.

Karl Kraus ca. Augsburger Stadttheater
[145.] Das Augsburger Stadttheater führte am 1. Dezember 1929 ohne Kraus' Einwilligung Szenen aus "Die letzten Tage der Menschheit" auf. Kraus und Samek beauftragten also ihren Münchner Anwalt Max Hirschberg, eine Schadensersatzforderung gegen das Stadttheater Augsburg einzubringen, wobei ihnen auffiel, "dass dessen Direktor Lustig-Prean im Kriege Mitglied des Kriegspressequartiers war und der Sohn eines Heimwehrgenerals ist" (145.1.).

Karl Kraus ca. Sozialdemokrat
[193.] Nach Erscheinen des umfangreichen Fackel-Heftes 890-905 spitzten sich die Auseinandersetzungen zwischen der sozialdemokratischen Exilantenpresse und Kraus (siehe auch Akt 187 und Akt 189) weiter zu.