Der Vorleser
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Karl Kraus ca. Tempo
[153.] Offenbar hatte die Berliner Zeitschrift Tempo einen Bericht über Kraus' Prozess gegen die Berliner Volksbühne (siehe Akt 136) gebracht und dabei einige Tatsachen falsch dargestellt. Die Zeitschrift wollte die Berichtigung aber bringen, bat aber um Aufschub. Kraus plante durch Botho Laserstein weitere Schritte gegen Tempo zu setzen - für den Fall, dass die Berichtigung nicht gebracht werden würde. Der Ausgang der Sache ist aus dem fragmentarischen Akt nicht ersichtlich.

Beil.: Originalmappe Oskar Samek - Akt 153

Karl Kraus ca. Arbeiter-Zeitung
[154.] Auch die Arbeiter-Zeitung berichtete von Kraus' "Klage gegen die Berliner Volksbühne" (siehe Akt 136). In dem Artikel wurde behauptet, dass "das Werk 'Die Unüberwindlichen' [...] aus Rücksichtnahme auf die österreichische Gesandtschaft und das Polizeipräsidium nicht in den Abendspielplan aufgenommen worden" sei.
Das sei unwahr: "Wahr ist, dass vom Kläger Karl Kraus lediglich behauptet wurde, dass die Volksbühne die 'Unüberwindlichen' auf Intervention der österreichischen Gesandtschaft nicht in den Abendspielplan aufgenommen hat." (154.1.)
