Der Vorleser

Karl Kraus ca. Alfred Kerr
[70.] In der Fackel 787-794, September 1928, widmete Kraus sich unter dem Titel "Der größte Schuft im ganzen Land … (Die Akten zum Fall Kerr)" gänzlich seiner Polemik gegen Kerr und der Berichterstattung über den Prozess gegen diesen (vgl. Akt 68). Das Heft wurde besonders in Berlin verbreitet und durch Plakate beworben.

Karl Kraus ca. Wochenschrift Die Fackel
[166.] Durch seinen Berliner Anwalt Botho Laserstein erfuhr Kraus, dass in Deutschland eine neue, linkssozialistische Wochenschrift unter dem urheberrechtlich geschützten Titel Die Fackel erschien. Laserstein beantragte sofort eine einstweilige Verfügung. Im Antrag auf Erlass dieser einstweiligen Verfügung ging Laserstein auf die Geschichte von Kraus' Fackel ein und erklärte:

Karl Kraus ca. Josef Breitenbach
[182.] Während einer Vorlesung in München wurde Karl Kraus von dem Fotografen Josef Breitenbach mehrmals fotografiert, obwohl er ihm vorher mehrfach untersagt hatte, ihn aufzunehmen. Kraus beantragte durch die Rechtsanwälte Willy und Wilhelm Jakob Kahn nach den Grundsätzen des "Rechts am eigenen Bild" eine einstweilige Verfügung.